Paradies für Fans britischer Helikopter

South Yorkshire Aircraft Museum in Nordengland

  • Fotos: Uwe Stohrer
  • Text: Jürgen Schelling

Es schaut auf den ersten Blick etwas unübersichtlich aus, aber dann erweist es sich als regelrechte Helikopter-Schatztruhe: Das britische South Yorkshire Aircraft Museum in Doncaster, ungefähr eine Autostunde östlich von Manchester gelegen, offenbart einige Drehflügler-Sehenswürdigkeiten. Das Museum wird von zahlreichen Ehrenamtlichen mit großem Engagement am Leben gehalten, früher befand sich in der Nähe des jetzigen Standorts eine Basis der Royal Air Force. Und auch heute noch sind hier öfter charakteristische Rotorgeräusche zu hören, denn im Museum finden jedes Jahr Veranstaltungen statt, zu denen Hubschrauberbesatzungen direkt auf der großen Rasenfläche vor dem Hangar landen dürfen. Alan Beattie von der Yorkshire Helicopter Preservation Group kann zu jedem der Museumsexponate eine Geschichte erzählen. Er betont, dass im Museum alles in Eigenregie und von Ehrenamtlichen gestaltet wird, der Eintrittspreis und Spenden sorgen dafür, dass sich das kleine Museum über Wasser halten kann. Zahlreiche Freiwillige helfen in einem kleinen Restaurierungshangar mit, die Exponate entweder zu restaurieren oder sie vor dem Verfall zu schützen.

Zu den größten Exponaten zählt eine Westland Sea King HAS 6. Sie ist die erste Sea King, die je in einem britischen Museum zu sehen war und auf dem Freigelände zu sehen. Überhaupt ist das Museum eine Fundgrube vor allem für Hubschrauberenthusiasten des britischen Herstellers Westland. So ist etwa eine Westland Wessex HU5 zu sehen, die älteste noch existierende Maschine vom Typ HU5. Eine Westland Gazelle AH 1 mit der Kennung XX411 wurde einst im Falkland-Krieg abgeschossen und von Freiwilligen in Doncaster wieder fürs Static Display restauriert.

Die gezeigte Westland Whirlwind HAR 1 war der erste Helikopter der Royal Navy, der bereits im Jahr 1955  auf die Falkland Inseln in Südamerika flog. Eine weitere Westland Whirlwind der Baureihe HAR 10 in einer Lackierung der Vereinten Nationen war die letzte Maschine dieser Baureihe, die in der Royal Air Force bis 1982 im Einsatz war.

Eine andere ausgestellte Westland Whirlwind HAR 10 in einer Search-and-Rescue-Bemalung diente einst als Helikopter für die Erprobung der Gnome-Whirlwind-Turbine. Diese Maschine flog 1959 erstmals als Turbinenversion. Das komplette Flugtestprogramm der Gnome-Turbine geschah mit diesem Versuchsträger. Eine weitere Whirlwind der Baureihe HA 9 steht im Freigelände.

Zwei Nummern kleiner hingegen ist die seltene Saunders Roe Skeeter AOP 12 . Der britische Überwachungshelikopter aus den 1950erjahren erinnert mit seiner winzigen Kabine eher an einen Modellhelikopter als an ein echtes Luftfahrzeug. Eine ausgestellte Bell 47 G und zwei Robinson R22 markieren den Übergang der Helifliegerei in modernere Zeiten.

Der große Charme des Museums liegt in seiner unglaublichen Vielfalt an Exponaten: Überall entdeckt man entweder ganze Luftfahrzeuge, darunter auch je eine deHavilland Vampire und Chipmunk sowie Rumpfvorderteile mehrerer RAF-Jagdflugzeuge, aber auch Modelle, Fragmente, Motoren, Avionik oder etwa Teile abgeschossener Weltkriegsflugzeuge. Und man kommt ganz nah an alles heran: Es gibt keine Absperrungen, Scale-Fans können Details aus unmittelbarer Nähe beobachten oder fotografieren. Zudem sind die Motorverkleidungen der Helikopter teilweise abgenommen, um einen besseren Blick auf die Triebwerke zu gewährleisten. Und wo sonst kann man schon mal einen ungestörten Blick ins Cockpit einer exotischen Saro Skeeter werfen oder den Rotorkopf einer Whirlwind mit Hilfe einer Empore von oben betrachten. Mehrere originale Baracken aus der aktiven Zeit des einstigen Royal-Air-Force-Standorts mit historischen Uniformen, Fotos und Modellflugzeugen sowie die Rekonstruktion einer britischen Wohnungseinrichtung zur Zeit der Luftschlacht um England sind ebenfalls sehenswert

Es schaut auf den ersten Blick etwas unübersichtlich aus, aber dann erweist es sich als regelrechte Helikopter-Schatztruhe: Das britische South Yorkshire Aircraft Museum in Doncaster, ungefähr eine Autostunde östlich von Manchester gelegen, offenbart einige Drehflügler-Sehenswürdigkeiten. Das Museum wird von zahlreichen Ehrenamtlichen mit großem Engagement am Leben gehalten, früher befand sich in der Nähe des jetzigen Standorts eine Basis der Royal Air Force. Und auch heute noch sind hier öfter charakteristische Rotorgeräusche zu hören, denn im Museum finden jedes Jahr Veranstaltungen statt, zu denen Hubschrauberbesatzungen direkt auf der großen Rasenfläche vor dem Hangar landen dürfen. Alan Beattie von der Yorkshire Helicopter Preservation Group kann zu jedem der Museumsexponate eine Geschichte erzählen. Er betont, dass im Museum alles in Eigenregie und von Ehrenamtlichen gestaltet wird, der Eintrittspreis und Spenden sorgen dafür, dass sich das kleine Museum über Wasser halten kann. Zahlreiche Freiwillige helfen in einem kleinen Restaurierungshangar mit, die Exponate entweder zu restaurieren oder sie vor dem Verfall zu schützen.

Zu den größten Exponaten zählt eine Westland Sea King HAS 6. Sie ist die erste Sea King, die je in einem britischen Museum zu sehen war und auf dem Freigelände zu sehen. Überhaupt ist das Museum eine Fundgrube vor allem für Hubschrauberenthusiasten des britischen Herstellers Westland. So ist etwa eine Westland Wessex HU5 zu sehen, die älteste noch existierende Maschine vom Typ HU5. Eine Westland Gazelle AH 1 mit der Kennung XX411 wurde einst im Falkland-Krieg abgeschossen und von Freiwilligen in Doncaster wieder fürs Static Display restauriert.

Die gezeigte Westland Whirlwind HAR 1 war der erste Helikopter der Royal Navy, der bereits im Jahr 1955  auf die Falkland Inseln in Südamerika flog. Eine weitere Westland Whirlwind der Baureihe HAR 10 in einer Lackierung der Vereinten Nationen war die letzte Maschine dieser Baureihe, die in der Royal Air Force bis 1982 im Einsatz war.

Eine andere ausgestellte Westland Whirlwind HAR 10 in einer Search-and-Rescue-Bemalung diente einst als Helikopter für die Erprobung der Gnome-Whirlwind-Turbine. Diese Maschine flog 1959 erstmals als Turbinenversion. Das komplette Flugtestprogramm der Gnome-Turbine geschah mit diesem Versuchsträger. Eine weitere Whirlwind der Baureihe HA 9 steht im Freigelände.

Zwei Nummern kleiner hingegen ist die seltene Saunders Roe Skeeter AOP 12 . Der britische Überwachungshelikopter aus den 1950erjahren erinnert mit seiner winzigen Kabine eher an einen Modellhelikopter als an ein echtes Luftfahrzeug. Eine ausgestellte Bell 47 G und zwei Robinson R22 markieren den Übergang der Helifliegerei in modernere Zeiten.

Der große Charme des Museums liegt in seiner unglaublichen Vielfalt an Exponaten: Überall entdeckt man entweder ganze Luftfahrzeuge, darunter auch je eine deHavilland Vampire und Chipmunk sowie Rumpfvorderteile mehrerer RAF-Jagdflugzeuge, aber auch Modelle, Fragmente, Motoren, Avionik oder etwa Teile abgeschossener Weltkriegsflugzeuge. Und man kommt ganz nah an alles heran: Es gibt keine Absperrungen, Scale-Fans können Details aus unmittelbarer Nähe beobachten oder fotografieren. Zudem sind die Motorverkleidungen der Helikopter teilweise abgenommen, um einen besseren Blick auf die Triebwerke zu gewährleisten. Und wo sonst kann man schon mal einen ungestörten Blick ins Cockpit einer exotischen Saro Skeeter werfen oder den Rotorkopf einer Whirlwind mit Hilfe einer Empore von oben betrachten. Mehrere originale Baracken aus der aktiven Zeit des einstigen Royal-Air-Force-Standorts mit historischen Uniformen, Fotos und Modellflugzeugen sowie die Rekonstruktion einer britischen Wohnungseinrichtung zur Zeit der Luftschlacht um England sind ebenfalls sehenswert

 
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