Businessjet-Ansturm zum WEF Davos

Wer Ende Januar am Flugplatzzaun in Dübendorf stand, bekam Businessjets aller Art mit Passagieren fürs Weltwirtschaftsforum in Davos geboten. Aber auch die Black-Hawk und White-Hawk-Helikopter des US-Präsidenten starteten hier

  • Fotos: Uwe Stohrer
  • Text: Jürgen Schelling

Am Himmel über dem Militärflugplatz Dübendorf sind Landescheinwerfer zu erkennen. Ein Businessjet der Global-Reihe des kanadischen Herstellers Bombardier setzt auf. Seine Crew wird kurz darauf neben mehrere abgestellte Jets in eine Position auf einem zum Parkplatz umfunktionierten Taxiway eingewiesen. Denn die Zeit des World Economic Forum WEF in Davos bedeutet für Dübendorf Hochbetrieb. Vor allem um Zürich-Kloten zu entlasten, aber auch um zusätzliche Kapazität gegenüber dem weiteren WEF-Airport St. Gallen-Altenrhein bereit zu stellen ist Dübendorf an den vier Tagen Ende Januar bei Businessjet-Crews aus aller Welt gefragt.
Vor 2015 durfte der Militärflugplatz lediglich zum Abstellen von Businessjets während des WEF genutzt werden, die zuvor ihre Passagiere in Kloten ausgeladen hatten. Seit drei Jahren sind nun auch Direktanflüge mit Passagieren erlaubt. Die 2350 Meter lange Runway reicht für die Zwei- oder Dreistrahler bequem aus, für Anflüge auf die Piste 29 gibt es ein ILS.
Die Hauptlast des WEF-Verkehrs trug in diesem Jahr aber weiterhin Kloten. Hier fanden zum normalen Linienbetrieb zusätzlich mehrere hundert WEF-Flugbewegungen statt. US-Präsident Donald Trump landete zum WEF deshalb in Kloten, weil alle sogenannten “völkerrechtlich geschützten Personen” dort ankommen. Ausserdem kann die bereits für vier US-Präsidenten vor Trump in Dienst stehende Boeing 747-200B in Zürich bei nahezu null Sicht aufsetzen: Die Voraussetzungen für vollautomatische Landungen per Autopilot nach Cat-IIIb sind dort gegeben. Trumps Regierungsmaschine mit Rufzeichen “Airforce One” ist zwar bereits 30 Jahre alt, verfügt aber über ein Selbstverteidigungssystem und die Fähigkeit, in der Luft betankt werden zu können. Auch Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron landete mit einer Dassault Falcon 7X in Zürich, die deutsche Kanzlerin Angela Merkel setzte hingegen im süddeutschen Friedrichshafen in einer Regierungsmaschine des Typs Global 5000 auf und flog von dort per Heli nach Davos.

In Dübendorf hingegen war zum WEF eigens eine temporäre Zoll- und Passagierabfertigung eingerichtet. Der Flugplatz stellte in dieser Zeit die Schengen-Aussengrenze dar. So verloren die Gäste nicht viel Zeit und konnten direkt in eine Limousine oder Helishuttle mit Ziel Davos steigen. Am Militärflugplatz waren vor allem Luxusjets wie Gulfstream 550/650, Bombardier Global 5000/6000 oder die dreistrahligen Dassault Falcon zu sehen. Bis zu 40 Business-Jets dieser Kategorie fänden in Dübendorf Platz, gekommen waren etwa 30. Neben den Geschäftsflugzeugen waren auch verstärkt Helikopteran- und -abflüge während der WEF-Tage zu beobachten. Zwar parkte die in der Mitte des WEF eintreffende “Airforce One” in Zürich. Zwei Sikorsky VH-60N White Hawk als “Marine One”, die den US-Präsident nach und von Davos flogen, sowie weitere baugleiche UH-60-Black-Hawk-Helikopter der US-Streitkräfte waren aber temporär in Dübendorf hangariert. Zusammen mit Piloten von zwei Super Puma der Schweizer Luftwaffe übten sie im Vorfeld des Präsidentenbesuch den gemeinsamen Formationsflug von Kloten nach Davos. Ausserdem waren pro Tag 30 Flugbewegungen ziviler Shuttle-Helikopter in Dübendorf während des WEF erlaubt.
Auch die Betriebszeiten wurden zum WEF etwas ausgeweitet, zumal mehrere Pilatus PC-7 von hier aus die Luftüberwachung der Flugverbotszone rings um Davos übernehmen. Sie hatten auf dem Rumpf in grossen Zahlen die Frequenz aufgemalt, auf der die Piloten von Flugzeugen Kontakt aufzunehmen hätten, wenn diese absichtlich oder unabsichtlich ins Sperrgebiet eingeflogen und dann von den PC-7 abgefangen worden wären. Denn das WEF hatte wie jedes Jahr Auswirkungen auf den VFR-Verkehr in der Schweiz. Die Benutzung des Luftraums über Davos war in einem Radius von 25 Nautischen Meilen eingeschränkt worden. Diesen Luftraum und die Flugplätze darin durfte nur mit einer Bewilligung der Luftwaffe benutzt werden. Lediglich Shuttle-Helikopter und militärische Flugzeuge durften sich ansonsten dort aufhalten, selbst für Modellflugzeuge und Gleitschirmflieger war sie tabu.


Am Himmel über dem Militärflugplatz Dübendorf sind Landescheinwerfer zu erkennen. Ein Businessjet der Global-Reihe des kanadischen Herstellers Bombardier setzt auf. Seine Crew wird kurz darauf neben mehrere abgestellte Jets in eine Position auf einem zum Parkplatz umfunktionierten Taxiway eingewiesen. Denn die Zeit des World Economic Forum WEF in Davos bedeutet für Dübendorf Hochbetrieb. Vor allem um Zürich-Kloten zu entlasten, aber auch um zusätzliche Kapazität gegenüber dem weiteren WEF-Airport St. Gallen-Altenrhein bereit zu stellen ist Dübendorf an den vier Tagen Ende Januar bei Businessjet-Crews aus aller Welt gefragt.
Vor 2015 durfte der Militärflugplatz lediglich zum Abstellen von Businessjets während des WEF genutzt werden, die zuvor ihre Passagiere in Kloten ausgeladen hatten. Seit drei Jahren sind nun auch Direktanflüge mit Passagieren erlaubt. Die 2350 Meter lange Runway reicht für die Zwei- oder Dreistrahler bequem aus, für Anflüge auf die Piste 29 gibt es ein ILS.
Die Hauptlast des WEF-Verkehrs trug in diesem Jahr aber weiterhin Kloten. Hier fanden zum normalen Linienbetrieb zusätzlich mehrere hundert WEF-Flugbewegungen statt. US-Präsident Donald Trump landete zum WEF deshalb in Kloten, weil alle sogenannten “völkerrechtlich geschützten Personen” dort ankommen. Ausserdem kann die bereits für vier US-Präsidenten vor Trump in Dienst stehende Boeing 747-200B in Zürich bei nahezu null Sicht aufsetzen: Die Voraussetzungen für vollautomatische Landungen per Autopilot nach Cat-IIIb sind dort gegeben. Trumps Regierungsmaschine mit Rufzeichen “Airforce One” ist zwar bereits 30 Jahre alt, verfügt aber über ein Selbstverteidigungssystem und die Fähigkeit, in der Luft betankt werden zu können. Auch Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron landete mit einer Dassault Falcon 7X in Zürich, die deutsche Kanzlerin Angela Merkel setzte hingegen im süddeutschen Friedrichshafen in einer Regierungsmaschine des Typs Global 5000 auf und flog von dort per Heli nach Davos.
In Dübendorf hingegen war zum WEF eigens eine temporäre Zoll- und Passagierabfertigung eingerichtet. Der Flugplatz stellte in dieser Zeit die Schengen-Aussengrenze dar. So verloren die Gäste nicht viel Zeit und konnten direkt in eine Limousine oder Helishuttle mit Ziel Davos steigen. Am Militärflugplatz waren vor allem Luxusjets wie Gulfstream 550/650, Bombardier Global 5000/6000 oder die dreistrahligen Dassault Falcon zu sehen. Bis zu 40 Business-Jets dieser Kategorie fänden in Dübendorf Platz, gekommen waren etwa 30. Neben den Geschäftsflugzeugen waren auch verstärkt Helikopteran- und -abflüge während der WEF-Tage zu beobachten. Zwar parkte die in der Mitte des WEF eintreffende “Airforce One” in Zürich. Zwei Sikorsky VH-60N White Hawk als “Marine One”, die den US-Präsident nach und von Davos flogen, sowie weitere baugleiche UH-60-Black-Hawk-Helikopter der US-Streitkräfte waren aber temporär in Dübendorf hangariert. Zusammen mit Piloten von zwei Super Puma der Schweizer Luftwaffe übten sie im Vorfeld des Präsidentenbesuch den gemeinsamen Formationsflug von Kloten nach Davos. Ausserdem waren pro Tag 30 Flugbewegungen ziviler Shuttle-Helikopter in Dübendorf während des WEF erlaubt.
Auch die Betriebszeiten wurden zum WEF etwas ausgeweitet, zumal mehrere Pilatus PC-7 von hier aus die Luftüberwachung der Flugverbotszone rings um Davos übernehmen. Sie hatten auf dem Rumpf in grossen Zahlen die Frequenz aufgemalt, auf der die Piloten von Flugzeugen Kontakt aufzunehmen hätten, wenn diese absichtlich oder unabsichtlich ins Sperrgebiet eingeflogen und dann von den PC-7 abgefangen worden wären. Denn das WEF hatte wie jedes Jahr Auswirkungen auf den VFR-Verkehr in der Schweiz. Die Benutzung des Luftraums über Davos war in einem Radius von 25 Nautischen Meilen eingeschränkt worden. Diesen Luftraum und die Flugplätze darin durfte nur mit einer Bewilligung der Luftwaffe benutzt werden. Lediglich Shuttle-Helikopter und militärische Flugzeuge durften sich ansonsten dort aufhalten, selbst für Modellflugzeuge und Gleitschirmflieger war sie tabu.


 
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