Spezial-Helikopter transportiert Holz aus Steilhang

Die Stadt Neuenbürg im Nordschwarzwald greift für eine Holzernte in schwierigem Gelände zum unkonventionellen Helfer: Ein Spezialhubschrauber transportiert rund 1000 Tonnen Holz durch die Luft

  • Fotos: Uwe Stohrer
  • Text: Jurgen Schelling

In der Bahnhofstraße des Städtchens Neuenbürg im Nordschwarzwald machen Mitte August Schaulustige große Augen. Ein ungewöhnlicher Hubschrauber schwebt über der Szenerie. Er hat mächtig was am Haken – zwei ganze Baumstämme. Denn dieser Lastenhelikopter ist spezialisiert auf Transporte an schwierigen Stellen. Und mitten in Neuenbürg müssen rund 1000 Tonnen Holz abtransportiert werden.

Anlass der ungewöhnlichen Aktion: Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) und das Forstamt des baden-württembergischen Enzkreises setzen einen Spezialhubschrauber zum Abtransport gefällter Bäume ein. Der kommt von der liechtensteinisch-schweizerischen Firma Rotex AG. Ihr Helikopter vom Typ Kaman K-MAX bringt für den Lastentransport beste Voraussetzungen mit, da er ausschließlich zur Beförderung untergehängter Fracht entwickelt wurde. So sitzt der Pilot in der Mitte des extrem schmalen Rumpfs und kann durch Fenster mit Ausbuchtungen auf beiden Seiten nach unten schauen. Ausserdem ist der Hubschrauber ein echter Schwerathlet. Er wiegt ohne Sprit 2300 Kilo, kann aber bis zu 2,72 Tonnen schleppen, also mehr als sein Eigengewicht. Etwa jede Stunde landet der Heli zum Tanken direkt neben dem Bahngleis. Mit Hilfe eines eigens mitgebrachten Tanklastwagen wird er in wenigen Minuten mit Kerosin aufgefüllt und startet dann sofort wieder.

Der Holzeinschlag in dem Waldstück oberhalb des denkmalgeschützen Bahnhofes von Neuenbürg ist erforderlich, um die Verkehrssicherheit entlang der Bahnstrecke sowie einer Straße zwischen Stadt und der angrenzenden Gemeinde Birkenfeld zu garantieren. Ein weiteres Kriterium: Der Einschlag dient der Waldverjüngung und sorgt für einen stabilen und artenreichen Baumbestand. Am Steilhang mitten in Neuenbürg geht es deshalb ordentlich zur Sache: Im Minutentakt hebt der Heli die Baumstämme im Gelände an und bringt sie zur Abladestation. Der Pilot kommuniziert dabei per Funk mit den Mitarbeitern auf dem Boden, um immer genau zu wissen, wo er welche Baumstämme aufnehmen soll. Bis zu vier Stämme werden gemeinsam mit Stahlseilen verzurrt und dann an das Lastseil des über den Arbeitern schwebenden Helikopters angeflanscht. An der wenige hundert Meter entfernten Abladestation auf einer Waldlichtung sind ständig drei weitere Mitarbeiter im Einsatz, um die vom Heli abgelegten Stämme aufzunehmen und mit schwerem Gerät sofort weiter zu transportieren.

Die hohe Leistungsfähigkeit verdankt der Helikopter seiner aussergewöhnlichen Technik. Den bei einem konventionellen Hubschrauber sonst übliche kleine Heckrotor sucht man beim Kaman K-MAX vergebens. Stattdessen sind zwei Rotoren gekippt auf dem Rumpf montiert. Erst wenn die Rotorblätter anfangen sich zu drehen lässt sich diese ungewöhnliche Konfiguration erkennen. Flettner-Doppelrotor nennt sich die Technik, entwickelt in den 1930erjahren vom deutschen Ingenieur Anton Flettner. Zwar wurde das Prinzip bereits in mehreren Helikoptertypen eingesetzt, es ist aber bis heute eine exotische Antriebsart in der Hubschrauberfliegerei.

Renato Giezendanner, Projektleiter der Rotex Helicopter AG beim Einsatz in Neuenbürg, lobt die Leistungsfähigkeit seines Hubschraubers. So setzt das 1997 gegründete eidgenössische Unternehmen ausschließlich den K-MAX des US-Herstellers Kaman Aerospace Company ein. Drei Exemplare fliegen bei der Rotex AG, es sind die einzigen Helikopter dieses Typs in Europa. Eine 1500 PS starke Turbine sorgt für die nötige Leistung. Rotex übernimmt Aufträge in der Schweiz, Frankreich, Liechtenstein, Österreich und Deutschland. Etwa 70 Prozent der Lastflüge finden in der Forstwirtschaft statt. Die anderen 30 Prozent entfallen auf Montage- und sonstige Transportaufträge. Auch zum Löscheinsatz kann der K-MAX genutzt werden: Dann bekommt er eine Art Plasikwanne untergehängt, die mit Wasser gefüllt und über dem Brandherd ausgekippt wird.

Laut Giezendanner werden am ersten Tag der Aktion etwa 300 Tonnen Holz und am zweiten sogar 700 Tonnen am Himmel über Neuenbürg bewegt. Ideal für den Helikoptereinsatz ist, dass die unterhalb gelegene Bahnstrecke der Enztalbahn zwischen Pforzheim und Bad Wildbad ohnehin wegen Instandsetzungsarbeiten bis Anfang September gesperrt ist. So können die AVG und das Forstamt diese Zeit für Verkehrssicherungsmaßnahmen auf Waldflächen nutzen, die im Besitz der AVG sowie der Gemeinde Birkenfeld sind. „Traditionell findet der Holzeinschlag in der Forstwirtschaft eher in den Wintermonaten statt. Aber dann hätten wir die Stadtbahnstrecke und die beiden Straßen nochmals sperren müssen. Deshalb haben wir gemeinsam mit dem Forstamt entschieden, diese Arbeiten schon jetzt durchzuführen“, erklärt Frank Weißmann. Er ist bei der AVG-Bahnmeisterei Forbach beschäftigt. Diese verantwortet die Instandsetzungsarbeiten entlang der Enztalbahn.

Besonders herausfordernd bei den Baumfällarbeiten oberhalb des Bahnhofes ist die extreme Steilheit des Geländes. „In diesem schwer zugänglichen Waldstück, das nicht nur sehr steil sondern auch unzureichend mit Fahrwegen erschlossen ist, können wir nur begrenzt konventionelles Rückegerät und Seilbagger einsetzen. Eine andernorts in Steillagen häufig verwendete Seilkrananlage kann hier nicht zum Einsatz kommen, weil es im Unterhang keine Möglichkeit gibt, ein Seil abzuspannen“, erklärt Andreas Roth, stellvertretender Forstamtsleiter des Enzkreises. Das Bergen der Baumstämme aus der Luft sei die einzige Möglichkeit, das Holz aus der Fläche zu entnehmen und zu verhindern, dass die zahlreichen beschädigten und kranken Bäume früher oder später auf die Bahnstrecke, die Straße oder Gebäude stürzen. „Deshalb haben wir ein Unternehmen beauftragt, das auf die Holzernte in solch extremen Steillagen spezialisiert ist.“

Der Einsatz des schweizerischen Helikopters wird dabei von der Firma Hochleitner am Bodensee organisiert, die als Generalunternehmer fungiert. Im Alpenraum hat sich der Einsatz von Helikoptern in Hang- und Berglagen längst etabliert. Der K-MAX, der von Rotex für das so genannte Heli-Logging bei Neuenbürg eingesetzt wird, stellt im Hochgebirge oft die einzige Lösung dar, wenn konventionelle Seilkrananlagen nicht zum Zuge kommen können. Durch seine ungewöhnliche Technik kann der Hubschrauber Lasten bis zu einer Höhe von mehr als 2500 Metern befördern. Allerdings nimmt seine Tragfähigkeit umso mehr ab, je höher er fliegen soll und je heisser die Temperaturen sind.

„Der Einsatz des Hubschraubers kann punktgenau erfolgen. Außerdem können wir so bis zu 500 Kubikmeter Holz pro Tag aus dem Wald abtransportieren. Dadurch können Straßensperrungen und damit die Beeinträchtigungen für die Anwohner auf das Nötigste begrenzt werden“, hebt ein Mitarbeiter der AVG die Vorteile des Lufttransports hervor. Zur Vorbereitung für das Heli-Logging in Neuenbürg werden die Bäume zunächst mit einem Stahlseil an einem auf der Kreisstraße stehenden Seilbagger befestigt. Dieser zieht die Bäume quer zum Hang in eine vorher exakt festgelegte Fallrichtung. „So wird sichergestellt, dass der Baum bei der Fällung nicht unkontrolliert den Hang hinunter rutscht. Die am Hangfuß quer gelegten Bäume bieten somit eine Barriere und Schutz gegen das Abrutschen weiter oben bearbeiteter Bäume“, so beschreibt Max Rapp, Leiter des zuständigen Forstreviers Birkenfeld, das Verfahren. Nachdem die liegenden Bäume so eingeteilt sind, dass die maximale Hebelast des Helikopters nicht überschritten wird, hängen die Forstleute diese an den Helikopter an. Der Pilot sieht über eine eingebaute Waage im Cockpit ebenfalls, wie schwer seine Last. Er hat zudem einen Notauslöse-Griff direkt an seinem Steuerknüppel, mit dem er bei einem Notfall die Last sofort abwerfen kann. „Da bei den untersten Bäumen, die direkt am Bahngleis oder an der Straße und damit in den steilsten Partien des Enzhangs standen, die Gefährdung am größten ist, müssen dort auch die meisten Bäume entfernt werden“, erkärt Rapp die Vorgehensweise.

Den zahlreichen Zaungästen rings um den Bahnhof Neuenbürg sind diese Details der Forstarbeit aber vermutlich ziemlich egal. Sie staunen vielmehr, wie leichtfüßig und schnell der Helikopter große Baumstämme nach oben zieht und durch den Himmel befördert. Für die Passanten ist der Heli-Einsatz direkt vor ihren Augen jedenfalls ganz großes Kino. Und auch für die Mitarbeiter des Forstamtes ist dieser Heli-Einsatz eine aufregende Abwechslung zu ihrer sonst üblichen Arbeit.

In der Bahnhofstraße des Städtchens Neuenbürg im Nordschwarzwald machen Mitte August Schaulustige große Augen. Ein ungewöhnlicher Hubschrauber schwebt über der Szenerie. Er hat mächtig was am Haken – zwei ganze Baumstämme. Denn dieser Lastenhelikopter ist spezialisiert auf Transporte an schwierigen Stellen. Und mitten in Neuenbürg müssen rund 1000 Tonnen Holz abtransportiert werden.

Anlass der ungewöhnlichen Aktion: Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) und das Forstamt des baden-württembergischen Enzkreises setzen einen Spezialhubschrauber zum Abtransport gefällter Bäume ein. Der kommt von der liechtensteinisch-schweizerischen Firma Rotex AG. Ihr Helikopter vom Typ Kaman K-MAX bringt für den Lastentransport beste Voraussetzungen mit, da er ausschließlich zur Beförderung untergehängter Fracht entwickelt wurde. So sitzt der Pilot in der Mitte des extrem schmalen Rumpfs und kann durch Fenster mit Ausbuchtungen auf beiden Seiten nach unten schauen. Ausserdem ist der Hubschrauber ein echter Schwerathlet. Er wiegt ohne Sprit 2300 Kilo, kann aber bis zu 2,72 Tonnen schleppen, also mehr als sein Eigengewicht. Etwa jede Stunde landet der Heli zum Tanken direkt neben dem Bahngleis. Mit Hilfe eines eigens mitgebrachten Tanklastwagen wird er in wenigen Minuten mit Kerosin aufgefüllt und startet dann sofort wieder.

Der Holzeinschlag in dem Waldstück oberhalb des denkmalgeschützen Bahnhofes von Neuenbürg ist erforderlich, um die Verkehrssicherheit entlang der Bahnstrecke sowie einer Straße zwischen Stadt und der angrenzenden Gemeinde Birkenfeld zu garantieren. Ein weiteres Kriterium: Der Einschlag dient der Waldverjüngung und sorgt für einen stabilen und artenreichen Baumbestand. Am Steilhang mitten in Neuenbürg geht es deshalb ordentlich zur Sache: Im Minutentakt hebt der Heli die Baumstämme im Gelände an und bringt sie zur Abladestation. Der Pilot kommuniziert dabei per Funk mit den Mitarbeitern auf dem Boden, um immer genau zu wissen, wo er welche Baumstämme aufnehmen soll. Bis zu vier Stämme werden gemeinsam mit Stahlseilen verzurrt und dann an das Lastseil des über den Arbeitern schwebenden Helikopters angeflanscht. An der wenige hundert Meter entfernten Abladestation auf einer Waldlichtung sind ständig drei weitere Mitarbeiter im Einsatz, um die vom Heli abgelegten Stämme aufzunehmen und mit schwerem Gerät sofort weiter zu transportieren.

Die hohe Leistungsfähigkeit verdankt der Helikopter seiner aussergewöhnlichen Technik. Den bei einem konventionellen Hubschrauber sonst übliche kleine Heckrotor sucht man beim Kaman K-MAX vergebens. Stattdessen sind zwei Rotoren gekippt auf dem Rumpf montiert. Erst wenn die Rotorblätter anfangen sich zu drehen lässt sich diese ungewöhnliche Konfiguration erkennen. Flettner-Doppelrotor nennt sich die Technik, entwickelt in den 1930erjahren vom deutschen Ingenieur Anton Flettner. Zwar wurde das Prinzip bereits in mehreren Helikoptertypen eingesetzt, es ist aber bis heute eine exotische Antriebsart in der Hubschrauberfliegerei.

Renato Giezendanner, Projektleiter der Rotex Helicopter AG beim Einsatz in Neuenbürg, lobt die Leistungsfähigkeit seines Hubschraubers. So setzt das 1997 gegründete eidgenössische Unternehmen ausschließlich den K-MAX des US-Herstellers Kaman Aerospace Company ein. Drei Exemplare fliegen bei der Rotex AG, es sind die einzigen Helikopter dieses Typs in Europa. Eine 1500 PS starke Turbine sorgt für die nötige Leistung. Rotex übernimmt Aufträge in der Schweiz, Frankreich, Liechtenstein, Österreich und Deutschland. Etwa 70 Prozent der Lastflüge finden in der Forstwirtschaft statt. Die anderen 30 Prozent entfallen auf Montage- und sonstige Transportaufträge. Auch zum Löscheinsatz kann der K-MAX genutzt werden: Dann bekommt er eine Art Plasikwanne untergehängt, die mit Wasser gefüllt und über dem Brandherd ausgekippt wird.

Laut Giezendanner werden am ersten Tag der Aktion etwa 300 Tonnen Holz und am zweiten sogar 700 Tonnen am Himmel über Neuenbürg bewegt. Ideal für den Helikoptereinsatz ist, dass die unterhalb gelegene Bahnstrecke der Enztalbahn zwischen Pforzheim und Bad Wildbad ohnehin wegen Instandsetzungsarbeiten bis Anfang September gesperrt ist. So können die AVG und das Forstamt diese Zeit für Verkehrssicherungsmaßnahmen auf Waldflächen nutzen, die im Besitz der AVG sowie der Gemeinde Birkenfeld sind. „Traditionell findet der Holzeinschlag in der Forstwirtschaft eher in den Wintermonaten statt. Aber dann hätten wir die Stadtbahnstrecke und die beiden Straßen nochmals sperren müssen. Deshalb haben wir gemeinsam mit dem Forstamt entschieden, diese Arbeiten schon jetzt durchzuführen“, erklärt Frank Weißmann. Er ist bei der AVG-Bahnmeisterei Forbach beschäftigt. Diese verantwortet die Instandsetzungsarbeiten entlang der Enztalbahn.

Besonders herausfordernd bei den Baumfällarbeiten oberhalb des Bahnhofes ist die extreme Steilheit des Geländes. „In diesem schwer zugänglichen Waldstück, das nicht nur sehr steil sondern auch unzureichend mit Fahrwegen erschlossen ist, können wir nur begrenzt konventionelles Rückegerät und Seilbagger einsetzen. Eine andernorts in Steillagen häufig verwendete Seilkrananlage kann hier nicht zum Einsatz kommen, weil es im Unterhang keine Möglichkeit gibt, ein Seil abzuspannen“, erklärt Andreas Roth, stellvertretender Forstamtsleiter des Enzkreises. Das Bergen der Baumstämme aus der Luft sei die einzige Möglichkeit, das Holz aus der Fläche zu entnehmen und zu verhindern, dass die zahlreichen beschädigten und kranken Bäume früher oder später auf die Bahnstrecke, die Straße oder Gebäude stürzen. „Deshalb haben wir ein Unternehmen beauftragt, das auf die Holzernte in solch extremen Steillagen spezialisiert ist.“

Der Einsatz des schweizerischen Helikopters wird dabei von der Firma Hochleitner am Bodensee organisiert, die als Generalunternehmer fungiert. Im Alpenraum hat sich der Einsatz von Helikoptern in Hang- und Berglagen längst etabliert. Der K-MAX, der von Rotex für das so genannte Heli-Logging bei Neuenbürg eingesetzt wird, stellt im Hochgebirge oft die einzige Lösung dar, wenn konventionelle Seilkrananlagen nicht zum Zuge kommen können. Durch seine ungewöhnliche Technik kann der Hubschrauber Lasten bis zu einer Höhe von mehr als 2500 Metern befördern. Allerdings nimmt seine Tragfähigkeit umso mehr ab, je höher er fliegen soll und je heisser die Temperaturen sind.

„Der Einsatz des Hubschraubers kann punktgenau erfolgen. Außerdem können wir so bis zu 500 Kubikmeter Holz pro Tag aus dem Wald abtransportieren. Dadurch können Straßensperrungen und damit die Beeinträchtigungen für die Anwohner auf das Nötigste begrenzt werden“, hebt ein Mitarbeiter der AVG die Vorteile des Lufttransports hervor. Zur Vorbereitung für das Heli-Logging in Neuenbürg werden die Bäume zunächst mit einem Stahlseil an einem auf der Kreisstraße stehenden Seilbagger befestigt. Dieser zieht die Bäume quer zum Hang in eine vorher exakt festgelegte Fallrichtung. „So wird sichergestellt, dass der Baum bei der Fällung nicht unkontrolliert den Hang hinunter rutscht. Die am Hangfuß quer gelegten Bäume bieten somit eine Barriere und Schutz gegen das Abrutschen weiter oben bearbeiteter Bäume“, so beschreibt Max Rapp, Leiter des zuständigen Forstreviers Birkenfeld, das Verfahren. Nachdem die liegenden Bäume so eingeteilt sind, dass die maximale Hebelast des Helikopters nicht überschritten wird, hängen die Forstleute diese an den Helikopter an. Der Pilot sieht über eine eingebaute Waage im Cockpit ebenfalls, wie schwer seine Last. Er hat zudem einen Notauslöse-Griff direkt an seinem Steuerknüppel, mit dem er bei einem Notfall die Last sofort abwerfen kann. „Da bei den untersten Bäumen, die direkt am Bahngleis oder an der Straße und damit in den steilsten Partien des Enzhangs standen, die Gefährdung am größten ist, müssen dort auch die meisten Bäume entfernt werden“, erkärt Rapp die Vorgehensweise.

Den zahlreichen Zaungästen rings um den Bahnhof Neuenbürg sind diese Details der Forstarbeit aber vermutlich ziemlich egal. Sie staunen vielmehr, wie leichtfüßig und schnell der Helikopter große Baumstämme nach oben zieht und durch den Himmel befördert. Für die Passanten ist der Heli-Einsatz direkt vor ihren Augen jedenfalls ganz großes Kino. Und auch für die Mitarbeiter des Forstamtes ist dieser Heli-Einsatz eine aufregende Abwechslung zu ihrer sonst üblichen Arbeit.

 
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